|
Schulministerin Barbara Sommer, Dr. Christof Eichert, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung sowie Dr. Donate Kluxen-Pyta, Stellvertr. Abteilungsleiterin Bildung/Berufliche Bildung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie Vorsitzende der Initiative Hauptschule, ehrten in einem feierlichen Akt den Landessieger Nordrhein-Westfalen sowie die zweit- und drittplatzierten Schulen des Hauptschulpreises 2007.
Birgit Berendes, Schulleiterin der mit dem ersten Preis ausgezeichneten Möhnesee-Schule stellte gemeinsam mit Lehrer Meinolf Padberg, Koordinator für Berufsorientierung ein überzeugendes Konzept zur Orientierung und Qualifizierung für die Berufs- und Arbeitswelt vor. Die Verleihung des Hauptschulpreises würdigt die hervorragende Arbeit, die an vielen Schulen geleistet wird und die die Lebenschancen der Schülerinnen und Schüler verbessert. Ausgeschrieben wurde der diesjährige Hauptschulpreis mit einer Gesamtsumme von 240.000 Euro Preisgeldern von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) im Rahmen der Initiative Hauptschule. Die Kultusministerien der Länder unterstützen den Wettbewerb. Leitziele des Wettbewerbs Hauptschulpreis 2007 waren Ausbildungsreife, Persönlichkeitsbildung, Leistung und Verantwortung. Der besondere Fokus des Wettbewerbes, der seit 1999 in zweijährigem Rhythmus durchgeführt wird, lag in diesem Jahr auf der Vermittlung von Ausbildungsreife und der Qualifizierung für den Arbeitsmarkt. 
1. Landesieger Nordrhein-Westfalen Hauptschulpreis 2007 : Möhnesee-Schule v.l.n.r.: Dr. Donate Kluxen-Pyta (Stv. Abteilungsleiterin Bildung, BDA), Berufsorientierungs-Koordinator Meinolf Padberg (Möhnesee-Schule), Schulministerin Barbara Sommer (NRW), Schulleiterin Birgit Berendes (Möhnesee-Schule), Schulsprecher Benedikt Dietz (Möhnesee-Schule), Dr. Christof Eichert (Geschäftsführer Hertie-Stiftung) bei der Preisverleihung am 12.02.2007 im Schulministerium, Düsseldorf Laudatio von Dr. Donate Kluxen-Pyta (Sprecherin der Bundesjury, Vertreterin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Vorsitzende der Initiative Hauptschule e.V.) am 12.02.2007 vor 120 Gästen im Schulministerium in Düsseldorf bei der Preisverleihung durch die Schulministerin NRW, Barbara Sommer: "Die Möhnesee-Schule hat ein besonders stimmiges, durchdachtes und überzeugendes Konzept ihrer Arbeit entwickelt.
Sie setzt auf die enge Vernetzung in der "Regionalen Verantwortungsgemeinschaft Möhnesee", so heißt es, in der Schule, Kommune und Betriebe zusammenarbeiten.
Nach einer Analyse der wirtschaftlichen Struktur der Region und des Ausbildungsverhaltens der Schülerinnen und Schüler hat die Schule ein umfassendes Konzept zur Berufsorientierung auch schon ab Klasse 5 etabliert:
Schon die ganz neuen Hauptschüler fangen gleich an, eine persönliche Mappe zu führen mit allen positiven Leistungen, Eigenschaften, Verdiensten, Aktivitäten, und alles, was es an Positivem gibt, in diese Mappe zu füllen. Es sind die so genannten "Starken Seiten". Der Ansatz bei den eigenen Stärken gibt auch den Kindern und Jugendlichen oft das nötige Selbstvertrauen zurück. Die Mappe ist zugleich die ideale Grundlage für die Potenzialanalyse in Klasse 7, aus der sich die berufliche Ausrichtung immer weiter herauskristallisiert. Die Potenzialanalyse ist Stufe I des 7 – Säulen – Modells der Berufsvorbereitung.
Mit 4 Unternehmen bestehen feste Kooperationsverträge und sie bieten Praktika an. Bei den Praktika werden auch "Schlüsselkompetenzen" der Schüler wie Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Höflichkeit von den Firmen bewertet - auf Wunsch der Schule, damit sie weiß, woran sie arbeiten muss.
Schulleiterin und Berufsberater stehen an der mit 250 Schülern relativ kleinen Schule jederzeit zu Gesprächen für ihre Schüler zur Verfügung. Es gibt ein eigenes Zentrum für Berufswahlorientierung, das nach dem Unterricht, am Wochenende, in den Ferien und sogar nach Schulabschluss jedem Schüler offen steht.
In den Schülerfirmen "Möhne-Cafe" und "School@work", in Projekten und vielen anderen Aktionen lernen die Jugendlichen, konkrete Verantwortung zu übernehmen.
Die Übergangsquote in Ausbildung liegt dann auch bei stolzen 64% und es gibt auch kaum Ausbildungsabbrecher.
Die Möhnesee-Schule hat für ihr Konzept bereits einige Preise erhalten. Sie hat auch bei den Lernstandserhebungen in Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich abgeschnitten und ist bei der Qualitätsanalyse in weiten Teilen als "vorbildlich" und sogar als "Leuchtturm" beim Thema "Berufsvorbereitung" bewertet worden.
Heute kommt der "Hauptschulpreis 2007" noch dazu.
Herzlichen Glückwunsch!" Viel Applaus erhielt die Schulband der Möhnesee-Schule, die unter der Leitung von Musiklehrer und Chorleiter Stefan Risse für das musikalische Rahmenprogramm bei der Landesverleihung sorgte.  |