Start Die Arena Beschreibung
Beschreibung der Arena der unbegrenzten Möglichkeiten Drucken E-Mail
Mittwoch, den 03. September 2008 um 09:55 Uhr

"Arena der unbegrenzten Möglichkeiten" - so nennt die Möhnesee-Schule eine eigentlich ganz einfache Idee: In regelmäßigen Abständen präsentieren Schüler ab dem 5. Schuljahr ihre "Starken Seiten", die sie bereits in ihrer Kompetenzenmappe dokumentiert haben, vor der Klasse in einem Stuhlkreis oder vor größerem Publikum in der Schulaula. 

Es ist eine "Starke Seiten - Arena", in der man tatsächlich anscheinend unbegrenzte "Stärken" der Schüler erleben kann: Sie können z.B. Einrad fahren, Möbel renovieren, sich in der Tierpflege engagieren, den Großeltern helfen, Schach spielen, singen, Instrumente spielen, malen, zeichnen, Sportarten wie Judo, Fußball, Schwimmen, gut lesen, Gedichte schreiben, einen Roller auseinander und wieder zusammenbauen, einen Teich anlegen, einen Kaninchenstall bauen und vieles mehr.

Es sind alle positiven Bereiche aus allen Lebensbereichen darstell- und präsentierbar. Die Schüler tragen ihre "Stärken" zunächst vor, erzählen der Gruppe etwas über Entstehung und Entwicklung ihrer "Stärken". Anschließend werden die "Stärken" in einer Vorführung entweder original gezeigt oder als Foto bzw. Film mit Laptop/Beamer. Manchmal werden auch Gegenstände mitgebracht wie Flugzeugmodelle, Urkunden, Gebasteltes, manchmal auch Tiere. Während der Präsentationen beklatschen die Schüler die Leistungen ihrer Mitschüler.

Zaubern

 Zaubern in der Arena der unbegrenzten Möglichkeiten

Jeder Schüler stellt sich als "Experte" in der Mitte der "Arena" auch gern den Fragen seiner Mitschüler, beantwortet sie selbstbewusst in dem Gefühl, in diesem starken persönlichen Bereich sich bestens auszukennen. Die Fragen weisen darauf hin, dass es auch Nachahmungseffekte gibt, neue Interessensgebiete bei Schülern entstehen.Der stärkenbezogene Ansatzpunkt motiviert die Schüler in hohem Maße. Sie sind mit Eifer dabei, als "Experten" ihren Schwerpunkt darzustellen und zu präsentieren. Ein Schüler aus Klasse 5 präsentiert z.B. stolz sein elektronisch betriebenes Luftkissenboot und erklärt selbstbewusst die Funktionsweise vor seinen Mitschülern. Einen Tag später hat er zu Hause unaufgefordert das Boot auseinandergebaut, um das Innenleben zu studieren, sich dabei jeden Schritt notiert, um es danach erfolgreich wieder zusammenzubauen. Er will später einmal Kfz.-Mechatroniker werden.

Jetzt möchte sich eine Gruppe von Schülern bilden, die ihre Erfahrungen mit elektronisch gesteuerten Fahrzeugen austauscht. Eine andere Schülerin aus Klasse 6 entwirft Grundrisse von Häusern, Wohnungen, Gartenanlagen. Es sind "Traumwohnungen", "Traumgärten" und sie hat bereits eine ganze Mappe davon. Ein Junge aus Klasse 5 hat unaufgefordert viele Seiten aus dem "Wikipedia" - Online - Lexikon kopiert zu einer Mappe über das Schachspiel. Er will es unbedingt lernen, weil er es bei einem Mitschüler in der Präsentation gesehen hat.

Während der Präsentation lenkt der Lehrer - eher im Hintergrund - das Geschehen. Er stellt Fragen in Interview-Form ( wie die Fragen im Teil "Beschreibung der Kompetenzenmappe ), wenn Schüler ( noch ) nicht so flüssig und frei reden können, steuert den Ablauf. Vor allem aber verstärkt er immer wieder die "Starken Seiten" der Schüler: Er lobt häufig, zeigt sich erstaunt, sehr interessiert, bewundert das Können der Schüler. Es sollte aber immer ehrlich gemeint sein. Es sind jedes Mal ca. 5 bis 10 intensive Minuten, in denen Schüler ein oft unglaubliches Maß an Anerkennung bekommen, durch den Lehrer und die Mitschüler. Voller Stolz und unter dem Applaus ihrer Mitschüler nehmen sie im Stuhlkreis wieder Platz. Jede Präsentation ist ein Gewinn für die Persönlichkeit des einzelnen Schülers und für die Klassengemeinschaft.
 
Es macht viel Sinn, solche Präsentationen in allen Schulen, auch schon im vorschulischen Erziehungs- und Bildungsbereich durchzuführen, angepasst an Schule und Alter.